Ein Garten als Reallabor für die sozial-ökologische Transformation
Der Zukunftsgarten Stolzenhagen verwandelt 600 m² Brachfläche in einen lebendigen Lern- und Innovationsraum und schafft so Modellprojekt für die sozial-öklogische Transformation in Brandenburg und darüber hinaus.
Das Problem
Strukturschwache ländliche Regionen wie Nordost-Brandenburg stehen vor einer doppelten Herausforderung: Abwanderung und fehlende Perspektiven auf der einen Seite und der dringende gesellschaftliche Bedarf an Orten für ökologische und soziale Innovationen auf der anderen.
Orte, an denen Menschen Zukunftskompetenzen erwerben, nachhaltige Wirtschaftsweisen erproben und gemeinschaftlich Verantwortung übernehmen können, sind Mangelware.
Unsere Lösung
Ein Garten als Reallabor für Kooperationen, Geschäftsmodelle und Formen der Zusammenarbeit, die sonst keinen Raum finden. Mit:
● Outdoor-Lernstationen und Seminarflächen für Workshops und Bildungsformate
● Visionsweg und Zukunftswerkstatt für Einzel- und Gruppenarbeit
● Permakultur-Beete, Kompostsysteme und naturnahe Wasserstellen
● Lernpfade zu Biodiversität, Bodenaufbau und nachhaltiger Entwicklung
● Dokumentiertes Wirkungsmodell und Praxisleitfaden zur Übertragbarkeit
Unser Angebot richtet sich an vier Zielgruppen. Jede mit ihren eigenen Lernzielen, alle mit messbarer gesellschaftlicher Wirkung.
Gründer:innen und Innovator:innen
Wer ein Unternehmen oder Projekt aufbaut und fragt, wie wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung zusammengehen können, braucht mehr als Businessplan-Workshops.
Im Zukunftsgarten werden diese Fragen unter realen Bedingungen erprobt: Gründer:innen arbeiten mit lebenden Systemen, beobachten Kreisläufe und entwickeln Ideen im direkten Kontakt mit dem, was sie gestalten wollen.
Ziel: Entwicklung regenerativer Geschäftsmodelle und Kooperationsformen.
Sozial- und Gemeinwohlunternehmer:innen
Menschen, die bereits sinnorientiert arbeiten und selten Räume finden, in denen sie mit Gleichgesinnten wirklich in die Tiefe gehen können.
Wenn Menschen gemeinsam körperlich arbeiten, entstehen Gespräche, die in Meetingräumen nicht möglich sind. Natur gibt den Takt vor. Kooperationen, die hier entstehen, haben deshalb einen anderen Bestand als solche, die auf einem Netzwerkevent beginnen.
Ziel: Stärkung von Netzwerken und die Entstehung von Kooperationen, die über den Tag hinaus wirken.
Junge Menschen und Schüler:innen
Eine Generation, die mit Klimaangst und abstraktem Nachhaltigkeitswissen aufwächst, aber selten erlebt, dass ihr Handeln wirklich etwas verändert.
Im Zukunftsgarten ist das anders: Sie pflanzen etwas, und es wächst. Sie gestalten etwas, und es bleibt. Aus Brachfläche wird Lebensraum, durch Entscheidungen, die sie selbst mitgetroffen haben. Nachhaltigkeit als Konzept verändert wenig. Als Erfahrung in einem echten Ökosystem, das auf jede Entscheidung antwortet, verändert sie eine ganze Menge.
Ziel: Selbstwirksamkeit, systemisches Denken und Handlungskompetenz.
Bildungsträger, Vereine und Initiativen
Organisationen, die in einer Region im Wandel mit Menschen arbeiten, brauchen Orte und Methoden, die helfen, Transformation konkret erfahrbar zu machen.
Bildungsträger, Vereine und Initiativen können diesen Kontext für ihre eigene Arbeit nutzen. Sie bringen ihre Gruppen mit ihren Themen, Fragen und Methoden in einen Raum, der diese Arbeit inhaltlich trägt und vertieft.
Ziel: Stärkung und Vernetzung der regionalen Akteure.
Von der Brache zum Reallabor
Planungs- und Umsetzungsphasen
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Analyse der Brachfläche, Zonenplanung nach Permakultur, Designentwicklung, Materialbeschaffung.
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6 Bau- und Testwochenenden: Anlage der Beete, Lernstationen und Infrastruktur. Der Garten entsteht – mit Menschen, für Menschen.
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Eröffnung mit Presse. Fünf kostenlose öffentliche Workshops. Offene Gartentage für die Region.
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Ernte- und Abschlussfest. Wirkungsanalyse und Evaluation. Veröffentlichung des Praxisleitfadens für andere Regionen.
Chrissy Braun initiiert und verantwortet den Zukunftsgarten Stolzenhagen. Als systemischer Teamcoach und Changemanagerin mit Zuhause auf dem Gut Stolzenhagen, verbindet sie praktisches Projektwissen mit akademischer Fundierung: Das Projekt entsteht im Rahmen ihres Masterstudiengangs an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE).
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